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Unsere Gastgeber:innen verwöhnen unsere Gäste mit viel Herzblut. Unsere “gute Fee” Laila Rüesch von der Casa Betulla berichtet, was die Gäste erwartet und den Aufenthalt bei uns besonders macht.
In unseren Häusern Casa Betulla und Visionshaus sollen sich unsere Gäste vom ersten Momentan willkommen fühlen. Gastfreundschaft und ein liebevoll gestalteter Ort zum Ankommen gehören deshalb seit 30 Jahren zum Herzstück unseres Wirkens. Denn persönliches Wachstum, innere Ruhe und neue Kraft entstehen nicht nur durch Selbstreflexion, Gespräche oder therapeutische Prozesse. Ebenso wichtig ist eine Umgebung, die Geborgenheit schenkt und Raum zum Ankommen bietet.
Mit viel Herzblut begleiten unsere Gastgeber und Gastgeberinnen die Gäste durch den Tag. In diesem Beitrag nehmen wir dich mit auf einen kleinen Rundgang und zeigen dir, was das Wohnen bei uns besonders macht und wie unsere Gäste ihren Aufenthalt erleben. Dazu haben wir unsere Gastgeberin Laila Rüesch aus der Casa Betulla ein paar Fragen gestellt, die sie für uns beantwortet hat.
Laila, was macht einen Aufenthalt im Visionshaus und in der Casa Betulla für unsere Gäste besonders? Was erleben sie bei uns, das sie anderswo vielleicht nicht finden?
Der Empfang in unseren Häusern ist sehr persönlich. Als Gastgeber:innen erfassen wir vom ersten Moment der Begegnung, was einem Gast helfen kann anzukommen. Manchmal ist es ein Glas Wasser, manchmal ein gemeinsamer Tee oder einfach das Zimmer zeigen, um zu landen. Es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass die Gäste sich während ihres Aufenthalts wohl und umsorgt fühlen, damit sie sich ganz auf sich einlassen können. Es sind die kleinen Gesten und Aufmerksamkeiten des Gastgeber:innen-Teams, die ruhige Atmosphäre, die gute Struktur sowie die präsente und liebevolle Begleitung der Therapeutinnen und der eigene Prozess, den sie durchlaufen, die den Aufenthalt besonders machen. Der Aufenthalt ist eine Reise an einem wunderschönen Ort, mit verschiedenen Weggefährtinnen und viel Raum und Zeit für sich selbst.
Welche kleinen Rituale oder Gesten begleiten die Gäste durch den Tag?
Morgens werden die Gäste mit einem Tee für die Meditation geweckt.Im Zimmer und im Haus stehen immer frische Blumen. Die Gäste werden mit einemgesungenen Gong zum Buffet gerufen. Es stehen immer Tee, Früchte und Nüsse fürden Hunger zwischendurch parat und meistens steht jemand in der Küche und werkt. So entstehen immer wieder Momente, wo man sich trifft und ein paar Worte ausgetauscht werden.
Das Essen ist ein wichtiger Teil des Aufenthalts. Worauf legst du beim Kochen besonderen Wert und wie würdest du unser Ernährungskonzept beschreiben?
Beim Kochen lege ich Wert darauf, ruhig und konzentriert zu arbeiten, damit ich die einzelnen Zutaten optimal miteinander abstimmen kann. Für mich ist das Kochen wie ein Tanz, bei dem verschiedene Farben, Formen und Geschmäcker ineinander fliessen. Besonders wichtig ist mir, wie ich das Essen auf dem Buffet präsentiere. EinBlatt Peterli, eine essbare Blüte aus dem Garten oder ein Hauch Paprika schmücken meistens meine Pfannen. „Das Auge isst mit“ und so zeige ich meine Wertschätzung und meinen Dank gegenüber den Pflanzen, den Rohstoffen und Mutter Erde gegenüber, die dies alles hervorbringt.
Unsere Küche ist vegetarisch, frisch und abwechslungsreich. Bei der Menüplanung achten wir darauf, dass eine Gästin oder ein Gast während ihres/seines zehntägigen Aufenthalts möglichst nie das Gleiche auf dem Teller hat. Um Food Waste zu vermeiden, gibt es zwischendurch auch mal aufgewärmte oder neu komponierte Restengerichte. Ich nenne das Buffet dann „The very best of“. Neben der Frische der Zutaten achten wir darauf, dass sie saisonal, aus der Region kommen und möglichst biologisch sind.
Welche Rolle spielen die Atmosphäre der Casa Betulla und die Gestaltung der Zimmer? Worauf legt ihr bei der Einrichtung und Dekoration besonders Wert?
Die Atmosphäre des Hauses soll eine liebevolle Umarmung darstellen, in der jede/r ihren/seinen Rückzug findet und Raum entsteht, einander zu begegnen und sich auszutauschen. Das Haus und die Zimmer sind schlichteingerichtet, mit kleinen schönen Details. Einige Bilder laden zum Träumen ein, Blumen geben einen liebevollen Rahmen, der Garten lädt zum Verweilen und Innehalten ein.
Welche Rückmeldung von Gästen hat dich besonders berührt oder ist dir bis heute in Erinnerung geblieben?
Eine Rückmeldung, die mich besonders berührt hat: „Danke für deine willkommene Art. Bei meiner Ankunft hast du mir das Gefühl gegeben, ich sei genau an dem Ort, wo ich sein soll.“
Was erfüllt dich an deiner Aufgabe als Gastgeberinam meisten?
Meine Arbeit als Gastgeberin ist sehr vielseitig und abwechslungsreich – das entspricht mir sehr. Was mich am meisten erfüllt, ist, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem sich die Gäste bewegen können und sich aufgehoben fühlen.
